zur erinnerung an fanny müller

fannymuellerheute wäre fanny müller 75 jahre alt geworden. zur erinnerung lesen „das brett“, „re(h)v(v)o(l)alte radio“ und „studio f“ ihre lieblingsgeschichten aus fannys werk über hamburg, das schanzenviertel, die deutsche vergangenheit, urlaub und feminismus …

  • wann bitte findet das leben statt … memoiren einer frau aus gewöhnlichem hause
  • arztroman, teil 2
  • schlimmes alzheimer
  • loslassen
  • tanzen und toben ohne weiber
  • klassikvariationen
  • wie rex guildo einmal beinahe meinen kugelschreiber behalten hätte
  • rabattmarken
  • hassu ma ne maack
  • arbeiten oder nicht arbeiten
  • nestle
  • multikulti
  • buchmesse
  • la palma
  • liebe und erotik
  • charles und kalle
  • der keks

musikalisches: georges brassens – la mauvaise réputation / georges brassens – la mauvaise sujet repenti / georges brassens – la mauvaise / grigory sokolov – goldberg variationen, aria / grigory sokolov – goldberg variationen, variat 1a 1 clav. / grigory sokolov – goldberg variationen, variat 2a 1 clav. / christiane rösinger – desillusion / uri cane – goldberg variationen, 4 / uri cane – goldberg variationen, 7 / christiane rösinger – songs of love and hate (verloren) / georges brassens – il n’y a pas d’amour heureux

Veröffentlicht unter 05 studio-f • die sonntagsredaktion im fsk | Hinterlasse einen Kommentar

FSK Pressemitteilung: Polizei gibt vor Gericht klein bei. Verdeckter Einsatz im Radiosender FSK war (doch) rechtswidrig

Vor drei Monaten, Ende März, hatte die Hamburger Polizei im Rechtsstreit mit FSK um die Rechtswidrigkeit des Einsatzes der Verdeckten Ermittlerin Iris P. in einer 31-seitigen Stellungnahme an das Verwaltungsgericht Hamburg noch die Ansicht vertreten, dieser sei rechtmäßig gewesen und ein Eingriff in die Rundfunk- und Pressefreiheit „nicht zu erkennen“. Jetzt rückt sie von dieser Position ab und erklärt in einem Schreiben an das Gericht:

„Nach nochmaliger Überprüfung und Bewertung der Rechtslage ist einzuräumen, dass die verdeckte Mitarbeit der Beamtin unter der Legende ‘Iris Schneider’ in den Jahren 2003 bis 2006 und das in diesem Zusammenhang erfolgte Betreten von Räumlichkeiten im Schulterblatt 23c, 20357 Hamburg [damalige Adresse des FSK], rechtswidrig waren.“

Die Polizei Hamburg erkennt damit die Klage, die FSK am 4. November letzten Jahres eingereicht hatte, vollständig an. Weiterlesen

Veröffentlicht unter 04 texte, 06 ausgeforscht - zum einsatz der ve iris p. bei re(h)v(v)o(l)lte radio | Hinterlasse einen Kommentar

spaces of freedom / playlist der re[h]v[v]o[l]lte-sendung 3./4. juli 2016

die erste sendung aus dem neuen fsk-studio im gängeviertel: ein genuss

– am 2. juli ist elie wiesel gestorben – ein nachruf
– um uns an elie wiesel zu erinnern, seiner zu gedenken, bringen wir einen ausschnitt aus einem gespräch zu gehör, das richard heffner mit ihm in den 1980er jahren in seiner tv-sendung „the open mind“ geführt hat
– 25 jahre lang überwachte der hamburger verfassungsschutz die fotojournalistin marily stroux. über die hintergründe sprach radio corax mit marily
– „orlando: i raise my fist – stonewall was a riot. how to see und how to act.“ eine reflektion von didine van der platenvlotbrug
– „die zweite bombe war der rechtsstaat, der nicht funktioniert hat.“ radio dreyeckland im gespräch mit charlotte von der initiative keupstraße

– musikalisches:
ms john soda – in my arms / ms john soda – hero whales / radical knitting – 1 & 2 / charlie mingus – freedom / john coltrane – up against the wall / radical knitting – 3 & 4 / john soda – millions / seabeds – ghost / seabeds – ego / ms john soda – the light / radical knitting – 9 / ms john soda – sodawaltz / ms john soda – hi fool

– konzerttipp: am 9. juli spielen im gängeviertel „exploding seagulls“ und „seabeds“. enjoy …

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re(h)v(v)o(l)lte macht ferien

heute gibt es keine sendung. geniesst den tag!

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re(h)zension: Generation Hoyerswerda. Das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg. Ein Sammelband, herausgegeben von Heike Kleffner und Anna Spangenberg

Nimmt man die konservativsten Zahlen, die des BKA, dann gab es alleine 2015 924 Delikte gegen Flüchtlingsheime. Darunter waren 76 Brandanschläge und 347 Sachbeschädigungen. Im Vergleich zu 2014 hatten sich die Zahlen vervierfacht. Verfolgt man die Nachrichten gab es 2015 fast keinen Tag ohne Angriffe auf Flüchtlingsheime.

Allerhöchste Zeit also, genau nachzusehen, wie militante Neonazis und ihre Netzwerke, mit diesen Taten verbunden sind. Dabei stellen sich sofort einige Fragen: Wer sind die Akteure? Wie konnten sie so stark werden? Was tut der Staat dagegen? Welche Bedeutung haben die Taten des NSU? Wird das immer so weitergehen?

Genau diese Fragen stellt das Buch „Generation Hoyerswerda,“ exemplarisch für Brandenburg. Weiterlesen

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re(h)zension: „Spiel auf Zeit. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung. Ein Reportagenband von Nina Schulz und Mena Urbitsch

Der Topos „Entschädigungen für NS-Verbrechen“  beschäftigt uns in dieser Sendung immer wieder. Zuletzt ging es im April 2015 mit Martin Klinger um den „Unwillen zur Verantwortung – Deutsche Schuld(en) in Griechenland“. Von diesem Unwillen zur Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus ist auch in dem Reportagenband „Spiel auf Zeit“ zu lesen.

Im Laufe des Buches begegnen wir zum Beispiel Spinetta Weimer, die Ausschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen überlebte. Die Tochter einer Arbeiterfamilie und Sintezza hat in Auschwitz ihre vier Geschwister verloren und kämpfte lange, bis sie endlich eine Entschädigung erhielt.

„‚Als Einstieg soll noch erwähnt werden, dass den Behörden, der deutschen Bürokratie, die eingebrannte KZ-Nummer […] nicht als Beweis für meinen Aufenthalt in Auschwitz genügte. Nein, vier Zeugen hatten an Eides statt zu bestätigen, dass ich in Auschwitz war. Wenn ich daran denke, was die mir unterstellten – die Sintezza hat sich die Nummer vielleicht selbst eintätowiert – werde ich so wütend.’“ (Seite 88)

Spinetta Weimers Geschichte ist leider kein Einzelfall. Weiterlesen

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data, performance und öffentlicher raum / playlist der re[h]v[v]o[l]lte-sendung 1./2. mai 2016

 

  • musikalisches: der mai startete mit einem musikalischer mix zwischen notwist, holy may und unbeschrifteten mix-cds.
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Wem möchte die Hamburger Polizei hier ein X für ein U vormachen?

Erst im August letzten Jahres resümierte der Revisionsbericht der Innenbehörde, beim Einsatz der Verdeckten Ermittlerin Iris P. Hamburger Freien Radio FSK sei der „grundrechtliche Schutz des Redaktionsgeheimnisses (…) nicht angemessen gewahrt“ worden. Nur ein halbes Jahr später behauptet die Polizei in ihrer Erwiderung auf die FSK-Klage vor dem Verwaltungsgericht nun, der Einsatz sei unproblematisch und rechtlich abgesichert gewesen.

Zum einen scheint es eine Dissonanz zwischen der politischen Führung in Gestalt der Innenbehörde und der Polizei selbst zu geben. Darüber hinaus widerspricht sich die Polizei aber auch in sich. So erklärte LKA Vize-Chef Bernd Schulz-Eckhardt noch im Oktober letzten Jahres, die Tätigkeit der Beamtin im Radiosender war „zu weitgehend“.

Heute hingegen scheinen diese Worte vergessen und die Polizei behauptet, der Einsatz habe „die Rundfunkfreiheit nicht tangiert.“ Die Hamburger Polizei versucht offensichtlich, die Politik und die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen.

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Im März 2016 wurde das Equality-Festival in Lviv angegriffen. re(h)v(v)o(l)lte radio sprach mit einer Teilnehmerin

Am Samstag den 19 März sollte in Lviv, Ukraine das Equality-Festival stattfinden. Es wurde allerdings durch eine große Gruppe Rechter massiv gestört. Über das Festival sprachen wir mit A. F.
Zum nachhören gibt es das Gespräch auf Freie-Radios.net: audio
Ausserdem hier eine zusammenfassende Übersetzung: Weiterlesen

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„Die Leute werden nicht aufgeben. Sie wollen weiterreisen.“ Adrienne von Moving Europe zur aktuellen Situation in Idomeni

Mit der Entscheidung des EU-Türkei Gipfels am 18. März, alle Geflüchteten, die auf den griechischen Inseln ankommen, zurück in die Türkei zu schieben, hat eine neue Phase der europäischen Flüchtlingspolitik begonnen. Die Menschen, die versuchen, die EU zu erreichen, müssen immer gefährlichere Routen nehmen, sehen sich zunehmend mit physischen und psychischen Extrembelastungen, lebensedrohlichen Risiken, Gewalt und Tod konfrontiert. Ihr Recht, in der EU Asyl zu beantragen, ist immer eingeschränkter; immer mehr Menschen können es nicht mehr wahrnehmen. Organisationen wie Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen) haben sich an einigen Orten zurückgezogen, weil sie diese staatliche Politik nicht unterstützen wollen.
Zur aktuellen Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze sprachen wir mit Adrienne von Moving Europe, die in den letzten Wochen und Monaten im FlüchtlingsLager Idomeni war.
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